Rally
Obedience

Rally Obedience ist
eine relativ junge Sportart. Sie wurde 1999 von Charles „Bud“
Kramer entwickelt und als eine weniger formale Alternative zum
Traditionellen Obedience in den USA eingeführt. Anstelle eines
festen Übungsschemas gestaltet der Richter einen Übungsverlauf,
indem er Übungsschilder an verschiedenen Stellen im Parcoursfeld
platziert. Diese Schilder werden aus einem für die jeweilige
Klasse festgelegten Übungskontingent ausgewählt und können frei
kombiniert werden. Auf jedem Schild stehen Symbole, die für eine
an dieser Stelle geforderte Übung steht. Es handelt sich dabei
um allgemeine Gehorsams- und Obedience-Übungen, die durch
Bewegungen und Übungen aus dem Freestyle und Agility bereichert
wurden, wie z.B. Wendungen um 360°, Laufübungen im Slalom und
Sprünge, aber auch Wechsel der Führseite.
Die Hundeführer
haben, wie beim Agility, die Möglichkeit, sich den Parcours ohne
Hund anzuschauen, um eine Strategie zu entwickeln, den Hund
möglichst schnell und ohne Fehler durch den Parcours zu führen,
und ggfs. Übungen mit dem Richter zu besprechen. Sobald das Team
startet, erhält es keine weiteren Anweisungen vom Richter,
sondern durchläuft den Parcours in Eigenregie. Jedes Team
startet mit einer festgelegten Punktzahl und erhält bei Fehlern
Punktabzüge. Zusätzlich wird die Durchlaufzeit gemessen. Punkte
und Zeit entscheiden über die Platzierung des Teams.
Anders als im
Traditionellen Obedience ist der Hundeführer beim Rally
Obedience nicht auf ein Signalmuster festgelegt, sondern darf
wie beim Agility seinen Hund unbegrenzt motivieren und ihm
multiple Signale geben, um mit ihm gemeinsam die geforderten
Übungenstationen zu absolvieren. Beim Rally Obedience steht das
Zusammenspiel zwischen Hund und Hundeführer an und zwischen den
Übungsstationen sowie eine flotte und durchgängige Vorführung
bei genauer Übungsausführung im Vordergrund, absolute Präzision
(wie im Trad. Obedience) wird jedoch nicht verlangt.
Inzwischen wurde
Rally Obedience von zahlreichen Zucht- und Sportverbänden
offiziell anerkannt, aber vielfach unterschiedlich geregelt.
Neben den diversen amerikanischen Regelwerken gibt es eine große
Vielfalt von offiziellen und nichtoffiziellen nationalen
Regelwerken auch in Kanada, Australien, Neuseeland und Europa.
Auch in Deutschland
gibt es inzwischen viele Hundesportler, die diese Sportart für
sich entdeckt haben und inoffizielle Turniere nach
unterschiedlichen Regelwerken ausrichten, denn zurzeit gibt es
(noch) kein Regelwerk des VDH und/oder seiner Mitgliedsverbände.
Infos zur Sportart
Rally Obedience sind zu finden auf:
http://www.rally-obedience-deutschland.de/