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Sportarten

 

Es gibt viele Sportarten, in denen man mit seinem Hund aktiv werden kann. Da sind u. a. Agility, Obedience, Begleithundetraining, Flyball, Hütewettbewerbe, Team-Test, Schutzhundsport usw. Jede Sportart kommt Mensch und Hund zugute. Gemeinsame Bewegung und sinnvolle Beschäftigung fördern Verständnis und Vertrauen und sind Grundlage für ein angenehmes Miteinander.

Folgende Sportarten können Sie in unseren Arbeitsgruppen erlernen:

 

Agility

 

Hundeführer und Hund haben als Team einen Parcours von 100 bis 200 Metern Länge mit Hindernissen, z. B. Hürden, Mauer, Laufsteg, Reifen, Schrägwand, Slalom, Tunnel, Tisch, Wippe usw. zu überwinden. Die Anordnung dieser Hindernisse gestaltet sich nach Schwierigkeitsstufen und ist in jedem Wettkampf anders.

Ein gut auf einander eingespieltes Team zeigt eine perfekte Führigkeit des Hundes in Verbindung mit Schnelligkeit. Gestartet wird in drei Gruppen:

Small = kleiner 35 cm, Medium = ab 35 cm und unter 43 cm, Large = ab 43 cm.

 

Obedience

Obedience heißt Gehorsam. Hierbei wird das exakte Befolgen einer Vielzahl von Kommandos trainiert und in Wettkämpfen nachgewiesen.

So müssen die Teams u.a.  Leinenführigkeit, Freifolge, das Ablegen in einer Gruppe anderer Hunde, Sitz und Platz aus der Bewegung, Voraussenden des Hundes, Apportieren von ganz bestimmten Gegenständen, Kontrolle des Hundes durch den Hundeführer aus Entfernung und das Beibehalten der Position, wenn der Hundeführer außer Sicht ist, beherrschen.
Zu den Wettkämpfen können alle Hunde unabhängig von ihrer Größe und Rasse antreten. Gestartet wird in verschiedenen Klassen (Absolut Beginner, Beginner, Klasse 1, 2 und 3) entsprechend dem Alter und der erzielten Wettkampfergebnisse des Hundes. Die Bewertung erfolgt nach einem Punktesystem durch einen Richter.

 

Rally Obedience 

Rally Obedience ist eine relativ junge Sportart. Sie wurde 1999 von Charles „Bud“ Kramer entwickelt und als eine weniger formale Alternative zum Traditionellen Obedience in den USA eingeführt. Anstelle eines festen Übungsschemas gestaltet der Richter einen Übungsverlauf, indem er Übungsschilder an verschiedenen Stellen im Parcoursfeld platziert. Diese Schilder werden aus einem für die jeweilige Klasse festgelegten Übungskontingent ausgewählt und können frei kombiniert werden. Auf jedem Schild stehen Symbole, die für eine an dieser Stelle geforderte Übung steht. Es handelt sich dabei um allgemeine Gehorsams- und Obedience-Übungen, die durch Bewegungen und Übungen aus dem Freestyle und Agility bereichert wurden, wie z.B. Wendungen um 360°, Laufübungen im Slalom und Sprünge, aber auch Wechsel der Führseite.

Die Hundeführer haben, wie beim Agility, die Möglichkeit, sich den Parcours ohne Hund anzuschauen, um eine Strategie zu entwickeln, den Hund möglichst schnell und ohne Fehler durch den Parcours zu führen, und ggfs. Übungen mit dem Richter zu besprechen. Sobald das Team startet, erhält es keine weiteren Anweisungen vom Richter, sondern durchläuft den Parcours in Eigenregie. Jedes Team startet mit einer festgelegten Punktzahl und erhält bei Fehlern Punktabzüge. Zusätzlich wird die Durchlaufzeit gemessen. Punkte und Zeit entscheiden über die Platzierung des Teams.

Anders als im Traditionellen Obedience ist der Hundeführer beim Rally Obedience nicht auf ein Signalmuster festgelegt, sondern darf wie beim Agility seinen Hund unbegrenzt motivieren und ihm multiple Signale geben, um mit ihm gemeinsam die geforderten Übungenstationen zu absolvieren. Beim Rally Obedience steht das Zusammenspiel zwischen Hund und Hundeführer an und zwischen den Übungsstationen sowie eine flotte und durchgängige Vorführung bei genauer Übungsausführung im Vordergrund, absolute Präzision (wie im Trad. Obedience) wird jedoch nicht verlangt.

Inzwischen wurde Rally Obedience von zahlreichen Zucht- und Sportverbänden offiziell anerkannt, aber vielfach unterschiedlich geregelt. Neben den diversen amerikanischen Regelwerken gibt es eine große Vielfalt von offiziellen und nichtoffiziellen nationalen Regelwerken auch in Kanada, Australien, Neuseeland und Europa.

Auch in Deutschland gibt es inzwischen viele Hundesportler, die diese Sportart für sich entdeckt haben und inoffizielle Turniere nach unterschiedlichen Regelwerken ausrichten, denn zurzeit gibt es (noch) kein Regelwerk des VDH und/oder seiner Mitgliedsverbände.

Infos zur Sportart Rally Obedience sind zu finden auf:

http://www.rally-obedience-deutschland.de/

 

Begleithundeprüfungen

 

Im Training für die Begleithundprüfungen, werden Hunde ab einem Alter von 15 Monaten für den ganz normalen Alltag ausgebildet, auf dem Hundeplatz und im Straßenverkehr.
Sitz, Platz, Bleib, Abrufen, Leinenführigkeit und freies Folgen wird auf dem Trainingsplatz erlernt. In allerlei Alltagssituationen wird ein souveränes Zusammentreffen z. B. mit Menschengruppen, Joggern, Radfahrern und fremden Hunden trainiert, auch dasVerhalten unter Lärmbedingungen und natürlich das Befolgen aller Kommandos in diesen Situationen werden eingeübt und später geprüft.